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Kartenzahlungen per Smartphone: iZettle startet in Deutschland mit großen Partnern

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Mit iZettle betritt ein weiterer Anbieter eines Smartphone-Kartenlesegeräts den deutschen Markt. Eine Kooperation mit der Deutschen Telekom und den Volksbanken und Raiffeisenbanken soll den Schweden die Marktführerschaft in Deutschland bringen.

Als iZettle in der vergangenen Woche eine deutschsprachige Pressemitteilung zur Erweiterung seiner Finanzierungsrunde verschickte, konnte man es schon erahnen: Ein Deutschlandstart steht vor der Tür. Eine Woche später ist es soweit: Mit dem schwedischen Startup offeriert ab heute ein weiteres Unternehmen in Deutschland einen Cardreader für iPhone und Android und kämpft neben payleven, SumUp und streetpay um die Gunst der Gelegenheits- und Einzelhändler, die sich ein teures Kartenterminal mit Vertragsbindung sparen wollen.

Anders als seine aus Deutschland stammenden Mitstreiter, die alle erst in diesem Jahr das Licht der digitalen Welt erblickten, ging iZettle in seiner Heimat Schweden bereits vor anderthalb Jahren an den Start. Lange Zeit war es die einzige europäische Antwort auf Square, an dessen Konzept es sich orientiert. Anders als Square liest der iZettle-Smartphone-Aufsatz nicht den Magnetstreifen von Kreditkarten sondern den in Europa verbreiteten EMV-Chip.

Allerdings fehlt iZettle bisher eine Option, um Zahlungen von Konsumenten per PIN-Eingabe zu bestätigen. Aus diesem Grund können Händler mit iZettle auch in Deutschland vorläufig keine Visa-Karten akzeptieren. payleven ist gerade dabei, iZettle mit der angekündigten Chip & Pin-Lösung die Show zu stehlen, da diese statt der Unterschrift einen Pin erfordert und damit auch den Sicherheitstandards von Visa Europa gerecht wird.  Jedoch ließ iZettle-Marketingchef Johan Bendz im Gespräch durchblicken, dass auch die Nordeuropäer an einer Visa-Lösung arbeiten, und merkte als Seitenhieb auf die Konkurrenz an, dass iZettle entsprechende Ankündigungen erst machen wolle, wenn eine neue Dienstleistung tatsächlich für die Kunden verfügbar sei.

Speziell im deutschen Markt ist die fehlende Akzeptanz von Visa-Karten ohnehin nur ein kleines Hindernis, da hier ein Großteil der Transaktionen per EC-Karte durchgeführt wird. Mit MasterCard und American Express gehören zwei der drei führenden Karteninstitute zu den Investoren von iZettle, was sich bei gezielter Kommunikation dieses Aspekts zu einem Konkurrenzvorteil machen lässt. Und diesen benötigt iZettle im hart umkämpften Markt der mobilen Kartenlesegeräte.

Bisher wird iZettle in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark angeboten, außerdem läuft ein Test in Großbritannien. Deutschland ist damit der sechste Markt für das Unternehmen, das nach eigener Aussage von 75.000 Kleinunternehmen und Privatpersonen genutzt wird. Hierzulande will man Marktführer werden, so iZettle-CEO Jacob de Geer.

Das Deutschlandgeschäft wird aus einem vor sechs Wochen eröffneten Berlin-Büro vorangetrieben, wo bereits rund zehn Personen für iZettle tätig sind. Tatkräftige Unterstützung beim Vertrieb erhoffen sich die Schweden von ihren ebenfalls heute bekanntgegebenen Partnern, der Deutschen Telekom sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken. Ab November bieten ausgewählte Bankfilialen den Chipkartenleser an, der außerdem deutschlandweit in Telekom-Shops erhältlich sein wird. Rund 25.000 Nutzer in Deutschland will iZettle in der Launchphase mit einem kostenfreien Kartenleser ausstatten.

Bei der Preisgestaltung liegt iZettle auf einem ähnlichen Niveau wie seine Wettbewerber: 2,75 Prozent beträgt die Transaktiongebühr für Kartenzahlungen, die Händlern vom Umsatz abgezogen wird. Weitere Kosten oder Vertragsbindungen gibt es keine.

Die Expansion in den deutschsprachigen Markt beschränkt sich auf Deutschland, Schweiz und Österreich bleiben vorerst außen vor.

Link: iZettle


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